Home / Blog / Rhythmus, Groove und Beats

Rhythmus, Groove und Beats

Let’s groove

Auf dieser Seite bist Du ganz richtig gelandet, denn es geht um Rhythmus, Groove und Beats. Ein Thema, das viele beschäftigt. Vielleicht spielst Du Schlagzeug und suchst nach ein paar Ideen, wie Du Rhythmus, Groove und Beats entwickeln oder neue dazu lernen kannst. Falls Du Dich anderweitig für das Thema interessierst, dann bist Du ebenfalls richtig auf dieser Seite, denn ich versuche ein paar Beschreibungen, Erklärungen und Definitionen für Rhythmus, Groove und Beats zu geben.

Was ist Rhythmus?

Musik und Rhythmus

Was ist eigentlich Rhythmus und was versteht man unter dem Begriff des Rhythmus’? Aus der Sicht eines Musikers ist Rhythmus ein Rahmen, in dem er oder sie sich musikalisch bewegen kann. Rhythmus hängt in der Musik oft mit einer zeitlichen Komponente zusammen. Sehr populär ist in der westlichen (Popmusik-) Welt zum Beispiel der sogenannte 4/4 Takt, in dem Noten wie vier Viertel, aber auch acht Achtel oder zum Beispiel 16 Sechzehntel und die dazu passenden Pausen ihren Platz haben. Das Tempo eines 4/4 Takts ist nicht einfach so vorbestimmt und kann, je nach Musikrichtung und Stimmung eines Liedes, völlig unterschiedlich sein. Balladen, also Lieder, die eher emotionale Botschaften an den Hörer übermitteln sollen, sind meist deutlich langsamer als fröhliche oder aggressive Lieder.

Beispielsongs

Unter diesem Punkt habe ich ein paar Beispielsongs zu den verschiedenen Gattungen verlinkt. Einfach mal drauf klicken und es sollte sich die Mp3 Seite von Amazon öffnen.

Balladen
  1. Against all Odds (Phil Collins)
  2. November Rain (Guns ‘n Roses)
  3. Let’s get it on (Marvin Gaye)
  4. If you don’t know me by now (Simply Red)
Fröhliche und aggressive Songs
  1. Let’s Groove (Earth, Wind and Fire)
  2. Give it away (Red Hot Chili Peppers)
  3. Butterfly (Jason Mraz)
  4. So Lonely (The Police)

Rhythmus in der Natur

Auch in der freien Natur ist Rhythmus in vielen Facetten präsent. Ein sehr simples Beispiel ist der gleichmäßige Wechsel zwischen Tag und Nacht, Ebbe & Flut, der Wechsel der Jahreszeiten aber auch der Herzschlag hat richtig Groove (dazu komme ich gleich noch), wenn man genau hinhört. Die natürlichen Rhythmen passieren oftmals sehr willkürlich. Hört man sich beispielsweise den eigenen Herzschlag an, dann wechselt die Anzahl der Schläge pro Minute öfter – je nach Belastung körperlicher oder auch geistiger Natur. Der natürliche Rhythmus ist also im Prinzip etwas sehr unstetes, etwas, das in keinen festen Bahnen verläuft und und “frei” ist.

Groove – und was ist das nun?

“Let’s groove tonight” ist ein bekannter Song der Band Earth, Wind & Fire und lädt nicht allzu stocksteife Mitteleuropäer sofort dazu ein, das Tanzbein zu schwingen – Musiker tanzen übrigens meistens nicht, weil sie es entweder nicht können oder denken, dass es ungeschickt aussehen könnte;).
Jedenfalls kommt der Begriff “Groove” aus dem englischen Sprachraum und heißt übersetzt nicht mehr und nicht weniger als “Rille” oder auch “Grube”. Musiker, zumeist Drummer und Bassisten reden davon das “es groovt”, wenn es sich besonders gut anfühlt und anhört, wenn man miteinander spielt. Musiker reden aber auch von “grooven”, wenn ein Rhythmus gut gespielt wird und sich richtig anfühlt – man also allein übt.
Wenn man vom ursprünglichen Begriff “Groove” ausgeht, also von Rille bzw. Grube, dann kann man es auch so interpretieren, dass die Pause in einem Rhythmus oder Beat vielleicht sogar das wichtige sind. Ein Schlagzeugrhythmus besteht aus einer Aneinanderreihung von Schlägen. Richtig gut klingt ein Rhythmus, Groove oder Beat dann, wenn die Zeiten zwischen den Schlägen besonders “gut” oder angenehm lang bzw. kurz gehalten werden. Der Trick an einem Groove ist also nicht nur der gut getroffene Schlag auf eine Snare, Tom, Hihat, Crash, Ride oder Bassdrum, sondern auch die Zeit zwischen den Schlägen. Wenn man also grooven möchte, dann kommt es auf das “Nichts-Tun” zwischen den Schlägen an – toll oder!
Wenn nun Musiker miteinander spielen, dann klingt es meistens nur dann wirklich gut, wenn sie ein ähnliches Gefühl für die Pausen zwischen den Schlägen haben. Das ist nicht selbstverständlich. Schmeißt man wahllos, selbst wenn es die besten Musiker der Welt sind, zusammen in einen Topf, dann muss da nicht zwingend der ultimative Groove bei herauskommen. Es ist ähnlich wie beim Fußball, das Team muss zusammen passen und zusammen wachsen. Alles andere merkt man sofort und klingt nur halb so gut (wenn überhaupt).

Schlagzeug Newsletter bestellen

Print Friendly

About Keno

One comment

  1. Finde ich sehr gut erklärt und eine gute Einleitung für Anfänger!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.