Home / Das Schlagzeug: Infos rund um das Drum Set
schlagzeug lernen online sticktricksde

Das Schlagzeug: Infos rund um das Drum Set

Schlagzeug von oben
Schlagzeug von oben

Das Schlagzeug ist für viele ein absolutes Trauminstrument und sorgt nicht nur bei den jüngeren Drummern für strahlende Augen und große Ohren.

Kein Wunder, denn das Schlagzeug verkörpert enorme Wucht und musikalische Ausdruckskraft.

Wer schon mal an einem Drum Set gesessen hat und ihm erste Sounds entlockt hat, der weiß was ich meine.

Manche Menschen (warum auch immer) verbinden das Schlagzeug ausschließlich mit Lärm.
Dabei ist eine sehr leise und filigrane Spielweise natürlich ebenfalls auf dem Schlagzeug möglich und je nach Musikrichtung auch gewünscht.

Worum es auf dieser auf dieser Seite geht

Auf dieser Seite geht es um den Aufbau, Einsatz und die Zusammenstellung eines Schlagzeug-Sets, wie man es hier und da auf Bühnen, im Musikladen oder beim Kumpel im Keller stehen sieht und natürlich hört.

Wenn Du Dich für ein Schlagzeug interessierst und kurz davor bist, Dir eins zu kaufen, dann habe ich hier ein paar lesenswerte Tipps für Dich.

Falls Du Mutter oder Vater eines trommelnden Juniors bist, dann habe hier ein paar passende Tipps für Kinderschlagzeuge.

Bestandteile des Schlagzeugs

Auf dem Foto siehst Du ein Schlagzeug aus der Vogelperspektive bestehend aus Snaredrum, Bassdrum, Hi-Tom, Mid-Tom, Low-Tom, Hihat, Crash – und Ride Becken und der dazu gehörigen Hardware.
Zu den einzelnen Teilen des Schlagzeugs bekommst Du im folgenden Abschnitt weitere Infos.

Snare Drum

Stahl Snare
Stahl Snare von Pearl

Die Snare Drum, in der klassischen Musik auch “Kleine Trommel” genannt, ist neben der Bassdrum die wichtigste Trommel am Schlagzeug. Je nach Musikstil- und Richtung wird sie am häufigsten geschlagen. In der Rock- und Popmusik wird sie in der Hauptsache auf den Zählzeiten “2” und “4” gespielt und gibt damit den wichtigen “Backbeat” an, der im Zusammenspiel mit der Bassdrum das Fundament eines Grooves darstellt.
Snaredrums gibt es in sehr unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Am weitesten verbreitet sind Snares mit einem Durchmesser in der Größe von 14″, aber auch in 10″, 12″ und 13 Zoll gibt Snaredrums zu kaufen. Nicht nur der Durchmesser, sondern auch die Tiefe der “kleinen Trommel” kann unterschiedlich ausfallen und damit den Sound erheblich bestimmen. Gängig sind 4″ bis 6,5″, aber auch sehr viel tiefere und flachere Snaredrums sind erhältlich.
Neben verschiedenen Holzarten wie Buche, Birke, Ahorn (Maple) und Eiche, fertigt man Snaredrums auch aus Metall wie Messing oder Stahl. Snares aus Acryl sind eher selten, aber ihr besonderes Aussehen und der warme Klang überzeugen immer mehr Schlagzeuger.

Holz Snare
Holz Snare in 14 x 6,5 Zoll

Die Snare Drum hat ihren Namen von dem englischen Wort “to snare” und bedeutet nichts anderes als “schnarren”. Dieser Snare- oder Schnarr-Sound wird durch einen kleinen Spiralenteppich, der auf dem Resonanzfell der Snare aufliegt, erzeugt. Jedes Mal, wenn das Resonanzfell der Snare “angeregt” wird, z.B. durch einen Schlag oder durch eine ähnliche Frequenz einer anderen Trommel des Schlagzeugs oder sogar durch ein anderes Instrument, vibriert, bzw. schnarrt der Teppich und der unverkennbare Sound einer Snaredrum entsteht.
Genau dieses Schnarren macht auch den Unterschied zu den Toms aus, die ohne Teppich ausgerüstet, eben nicht “schnarren”, sondern einen runden, volumigeren Ton beim Spielen am Schlagzeug erzeugen.
Weiter unten kannst Du Dir Sounds zu den verschiedenen Toms anhören.

Snaredrum Spiral-Teppich
Snaredrum Teppich

Auf dem Foto links siehst Du die Unterseite einer Snaredrum mit Resonanzfell und dem Spiralenteppich. Dieser hier besteht aus 20 einzelnen Stahlspiralen und wird über die sogenannte Snareabhebung und einem Hebel an der Seite der Trommel gespannt oder gelockert.

Snaredrum Sound

Hier hörst Du ein paar Soundbeispiele einer 14 x 6,5 Zoll Snaredrum aus Buchenholz und einer 12 x 3,5 Zoll Snare aus Maple, also Ahornholz – zuerste mit einem Tuch gedämpft:
1. Snare 14 x 6,5 Zoll Maple:
2. Snare 12 x 3,5 Zoll Maple:

Bass Drum

Wie der Name schon sagt, sorgt die Bassdrum für druckvolle bassige Sounds, die mit der Snaredrum zusammen für Groove und Tanzbarkeit sorgen. Je nach Musikrichtung gibt es verschiedene Bassdrumgrößen, die für unterschiedliche Sounds sorgen. Am meisten sind die Bassdrum-Größen 20″ und 22 Zoll bzw. Inches verbreitet und kommen insbesondere in Pop- und Rockmusik zum Einsatz. Kleinere Bassdrums in 18″ oder sogar 16″ werden oft in der Jazzmusik verwendet. Bassdrums ab 24″ kommen hin und wieder im Rock- und Metalbereich zum Einsatz.

Bassdrum Sound

Hier hörst Du ein paar Soundbeispiele einer Bassdrum 20 x 17 Zoll aus Birkenholz:

Hi-Tom

Die Hi-Tom oder auch hohe Tom hat ihren Namen dadurch, dass sie tonal höher klingt als Mid- und Low- oder auch Standtom. Es geht hierbei nicht zwingend um einen exakten Ton wie bei einem Klavier oder einer Gitarre, sondern nur darum, wie eine Tom tonal in das Schlagzeug eingefügt ist.
Allerdings ist es dennoch möglich, dass man das Schlagzeug exakt nach bestimmten Tönen auf der Notenleiter stimmt. Dass dieses ein nicht ganz unkompliziertes Unterfangen ist, dürfte allein aufgrund mehrere Stimmschrauben an Schlag- und Resonanzfell deutlich werden und erfordert viel Erfahrung beim Stimmen eines Drumsets.

Hi-Tom Sound

Hier hörst Du ein paar Soundbeispiele einer Hi-Tom in 10 x 8 Zoll aus Birkenholz:

Mid-Tom

Die Mid-Tom ist für die mittleren Tonhöhen zuständig und auch rein optisch wird sie (meistens) in der Mitte zwischen Hi- und Low-Tom montiert (siehe Foto ganz oben).

Mid-Tom Sound

Hier hörst Du ein paar Soundbeispiele einer Mid-Tom in 12 x 10 Zoll aus Birkenholz:

Low-Tom

Die Low- oder auch Standtom ist die tonal tiefste Tom am Schlagzeug. Es gibt sie in verschiedenen Größen und sehr gänging sind 14″, 16″ und 18 Zoll bei verschiedenen Kesseltiefen.

Low-Tom Sound

Hier hörst Du ein paar Soundbeispiele eine Low-Tom in 14 x 12 Zoll aus Birkenholz:

Über Toms allgemein

Toms oder manchmal auf Tomtoms genannt, gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen. Meistens werden Schlagzeuge mit Tomgrößen wie 8″, 10″, 12″, 13″, 14″, 16″, 18″ ausgestattet und je nach Musikrichtung hat die eine oder andere Größe Sinn oder auch nicht.
Wenn Du ein Standard Schlagzeug kaufst, dann besteht es neben Bass- und Snaredrum, Hihat, Becken und Hardware meistens aus den Tomgrößen 10″, 12″ und 14 Zoll (Fusion Drumset) oder auch 12″, 13″ und 16″ (Rock Schlagzeug).
Gängige Holzarten, aus denen Toms bzw. die Kessel eines Schlagzeugs hergestellt werden, sind z.B. Ahorn (Maple), Birke (Birch), Buche (Beech) und hin und wieder Eiche (Oak) und andere etwas unbekanntere Hölzer wie Nussbäume, Rosenhölzer usw. Standardmäßig sind es zumeist Ahorn und Birke, die für den Bau der meisten Schlagzeuge genutzt werden.
Die Wahl des Holzes ist natürlich nicht willkürlich, denn je nach Material klingt das Schlagzeug komplett anders. Birke ist eher ein etwas härteres Holz und ein Drumset aus Birkenholz klingt eher etwas rauher, definierter, klarer als eines aus Maple, also aus Ahorn, das etwas mehr Wärme im Klang hat.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Hör Dir einfach mal verschiedene Schlagzeuge Deiner Wahl an und höre genau hin, was Dir klanglich auffällt.
[ois skin=”Zwischendrin”]

Hihat Becken

Gute Hihat Becken sorgen für den guten Groove und ein gutes Spielgefühl am Schlagzeug. Die häufigste Größe für Hihat Becken ist 14 Zoll, aber auch andere Größen wie 15″, 13″, 12″ und noch weiaus kleinere Hihat Becken gibt es auf dem Markt. Je nach Musikrichtung und Einsatz kann man seine Hihat Becken auswählen oder sogar zwei oder noch mehr Hihat Becken an seinem Schlagzeug montieren.
Da die Hihat nicht ausschließlich nur mit den Händen gespielt wird, ist auch die Wahl der Hihat Maschine von erheblicher Bedeutung. Zum Thema Hihat Maschine kannst Du unter dem Punkt “Hardware” mehr lesen.

Hihat Becken Sound

Hier hörst Du ein paar Soundbeispiele einer 13 Zoll Hihat:

Crash Becken /Cymbal

Auch Crash Becken gibt es in allen erdenklichen Größen und natürlich in verschiedenen Preisklassen. Für den Einstieg solltest Du Dir ein 15″ oder 16 Zoll großes Einsteigerbecken oder gleich ein Komplettset für Einsteiger inklusive Hihat,- Crash- und Ridebecken kaufen.
Wenn Du nach einiger Zeit genauer weißt, in welche Richtung Dein Sound gehen soll, kannst Du mehr Geld für “bessere” Becken ausgeben und gezielt den Sound kreieren, den Du für Deine Musik und Zwecke suchst.

Crash Becken Sound

Hier hörst Du ein paar Soundbeispiele eines 16 Zoll Crash Beckens:

Ride Becken / Cymbal

Ride Becken Sound

Hier hörst Du ein paar Soundbeispiele von zwei unterschiedlichen Ride Becken in 20 und 18 Zoll:

Alle Schlagzeug Sounds auf einen Klick

Hardware

Bassdrum Pedal

Bassdrum Pedal - Pearl Eliminator
Bassdrum Pedal

Das Bassdrum Pedal muss eine Menge aushalten und eine gute Qualität ist Voraussetzung dafür, dass man lange Freude an seinem Pedal hat. Auf dem Foto links siehst Du ein Einzelpedal aus der Pearl Eliminator Serie mit Kette (Chain). Das Pedal ist besonders stabil und das Kugellager hat eine hohe Qualität, so dass die Abnutzung gering ausfällt und das Pedal sensibel auf Fußbewegungen reagiert. Weitere Infos zu diesem Bassdrumpedal findest Du bei Amazon.de.

Neben Bassdrumpedalen mit Kettenantrieb (siehe Foto) gibt es auch Pedale, die mit einem “Belt”, also Gürtel angetrieben werden. Nach meinem persönlichen Empfinden gibt es kaum bemerkenswerte Unterschiede beim Spielen, wenn der Bassdrumschlägel über einen “Belt” angetrieben wird. Vorteile liegen darin, dass ein Pedal mit Gürtel seltener geölt werden muss und es noch weniger Nebengeräusche durch die Kette gibt. Für einen Einsatz im Studio dürfte ein solcher Antrieb daher noch besser geeignet sein, weil Nebengeräusche wie quietschende Ketten oder ähnliches nicht nachträglich aus der Aufnahme gelöscht bzw. editiert werden müssen.
Bei der Pearl Eliminator Fußmaschine kann man zwischen “Belt” (so sieht er aus *) und “Chain” wechseln.
Neben den Einzelbassdrumpedalen gibt es auch sogenannte Doppelpedale oder auch Doppelfußmaschinen, die Dir ermöglichen, die Bassdrum mit beiden Füßen zu spielen. Ein Doppelpedal kommt oft im Metalbereich, aber auch in Rock und Popmusik zum Einsatz.
Unter diesem Link bekommst Du weitere Infos zu Doppelfußmaschinen *.
[ois skin=”Zwischendrin”]

Becken,- Hihatständer, Hocker & Co

Eine der wichtigsten Komponenten am Schlagzeug sind die Becken,- Hihatständer, Hocker und so weiter. Also die Dinge, die dafür sorgen, dass alles richtig steht und sich nach dem Aufbau unter keinen Umständen etwas verschiebt oder von alleine verstellt.
Viele kennen das unangenehme Gefühl, auf einem Schlagzeughocker Platz zu nehmen, dem man nicht wirklich traut, weil er beim ersten Hinsetzen bereits wackelt.
Beckenständer müssen unbedingt dem Gewicht eines Beckens entsprechend stabil sein. Schwere Ride-Becken benötigen unter Umständen einen stabileren Beckenständer als ein kleines Crash-Becken.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einstrebigen und doppelstrebigen Beckenständern. Doppelstrebige Ständer stehen stabiler, weil die Füße doppelstrebig ausgestattet sind und je nach Qualität wenig oder sogar gar nicht wackeln.
Ein besonderes Prachtexemplar, das die schwersten Becken plus Tom oder andere Dinge locker tragen kann ist z.B. der Pearl BC-2000 Beckenständer *, der aufgrund seiner hohen Qualität allerdings auch etwas teurer ist.
Bezüglich Schlagzeug Hardware kann man grunsätzlich sagen, dass es sich langfristig lohnt, wenn man lieber einen Euro mehr als zu wenig ausgibt und gleich von Beginn auf höhere Qualität setzt. Gute Hardware braucht man nur 1x kaufen und bei guter Behandlung hält sie ein Leben lang.
Einen Überblick auf verschiedene Schlagzeug Hardware siehst Du hier *.

Schlagzeug Zubehör

Auch Schlagzeug Zubehör wie Drumsticks, Felle, Beckentaschen, Handschuhe, Reinigungsmittel und so weiter gibt es wie Sand am Meer. In diesem Kapitel erwähne ich ein paar der wirklich wichtigen Zubehörteile, die Du hin und wieder neu kaufst, zu dem bestehenden Schlagzeug ergänzt etc.

Drumsticks

Drumsticks
Drumsticks aus Hickory Holz

Drumsticks oder auch Sticks, bzw. Schlagzeugstöcke genannt, sind eine sehr wichtige Komponente, quasi Dein Werkzeug oder Besteck beim Spielen. Es gibt Drumsticks in verschiedenen Ausführungen, was Länge, Material und Beschaffenheit des Stocks betrifft. Sehr gängig sind Drumsticks aus Holz, aber auch andere Materialien wie Karbon, Aluminium und Kunstoff sind auf dem Markt zu finden.
Die Hölzer, die bei der Fertigung von Sticks vor allem verarbeitet werden, sind Ahorn (Maple), Nussbaumholz (Hickory), Eiche (Oak) und noch weitere wie Rosenholz usw. Die am meisten genutzten Sticks sind aber welche aus Maple oder auch Hickory.

Sticks mit Nylon-Tip
Drumsticks mit Nylon-Kopf

Drumsticks mit einem sogenannten Nylon-Kopf oder Nylon-Tip (Kunstoff) klingen etwas softer und der Anschlag auf einem Becken ist weniger prägnant, wenn Du mit der Stockspitze triffst. Auf dem Foto links kannst Du Drumsticks mit Nyon-Kopf sehen.
Wenn Du folgenden Link anklickst, bekommst Du einen Überblick auf verschiedene Drumsticks bei Amazon.de *.

Besen

Brushes auf der Snare
Besen oder auch Brushes auf der Snaredrum

Besen, die am Schlagzeug zum Einsatz kommen, haben (leider) nichts mit Hygiene im Sinne von “sauber” zu tun, aber umso mehr mit einem sauberen und feinen Wisch-Sound auf der Snare, soften Schlägen auf Toms, Becken und Hihat. Besonders in der Jazzmusik findet man Besen oder Brushes, wie sie im Englischen heißen, besonders häufig in den Sticktaschen der Drummer. Die Spielweise mit Besen auf der Snaredrum ist eine vollkommen eigenständige, die nicht nur mit dem Schlagen auf die Snare zu bestimmten Zählzeiten zu tun hat, sondern viel mehr als eine Wischtechnik in bestimmten Kreisbahnen und Rhythmen zu verstehen ist.
Gute Besen kosten weitaus mehr als ein Paar herkömmliche Drumsticks und es gibt sie als Nylon- und als Metallvariante. Hier habe ich ein paar Besen für Dich verlinkt *.

Rods

Rods Drumsticks
Rods für den leiseren Sound

Rods sind, ähnlich wie Besen, für die leisere Spielart am Schlagzeug gedacht, aber nicht nur das. Durch die Beschaffenheit von Rods (Link zu Amazon.de *) bekommst Du einen sehr anderen und für Rods charakteristischen Sound, der dadurch entsteht, dass diese Schlagzeugstöcke aus vielen kleinen, einzelnen Stäbchen bestehen.
Auf dem Foto kannst Du es gut erkennen, wie ein Paar Rods aussieht und wie die einzelnen kleinen Stäbchen miteinander verbunden sind.

Mallets

Filzschlägel
Bassdrum Mallet – Filzschlägel für den kraftigen und dennoch soften Sound.

Mallets haben einen Filzkopf oder einen Puschel aus synthetischem Material, der dafür sorgt, dass sehr softe Sounds, z.B. auf den Becken, aber auch auf den Toms und Snare ermöglicht wird. Bassdrum Mallets hast Du bestimmt schon mal bei einem Spielmannzug gesehen, aber auch auf einem Xylophon, Vibraphone und verwandten Instrumenten spielt man mit sogenannten Mallets und hier bekommst Du weitere Infos zu diesen Drumsticks *.

Felle

Auf alle Fälle brauchst Du Felle, wenn Du Schlagzeug spielst. Welche man kauft und nutzen möchte, hängt ganz davon ab, welchen Sound man damit erzeugen will. Grundsätzlich kann man festhalten, dass es auf der einen Seite Schlagzeugfelle mit einer leicht aufgerauten Beschichtung gibt (coated) und auf der anderen Seite gibt es Felle, die durchsichtig, im Englischen “clear” sind. Die coated Felle klingen oft ein wenig softer und haben weniger schrille Obertöne als die clear Felle.
Meistens werden auf Snaredrums beschichtete Felle, also die weißen, aufgerauten (coated) benutzt, aber auch dieses ist keine festgeschriebene Regel, die man grundsätzlich einzuhalten hat.
Unter folgendem Link wirst Du zu einer großen Auswahl verschiedener Schlagzeugfelle weiter geleitet *.

Coated

Coated (beschichtetes) Fell.
“Coated” Fell für Snaredrum und Toms

Wie ich schon oben erwähnte, sind die weißen, aufgerauten coated Felle etwas softer im Anschlag und klingen meist runder als die clear Felle. Snaredrums werden oftmals mit diesen Fellen bestückt, aber natürlich kannst Du sie, je nach Sound, auch auf Deinen Toms, auf der Bassdrum usw. verwenden.

Clear

Durchsichtiges Schlagzeugfell
“Clear” Schlagzeugfell

Durchsichtige, bzw. clear Felle klingen knackiger beim Anschlagen und nicht so rund, wie es bei coated Fellen der Fall ist. Meist kommen sie in Rock und Pop zum Einsatz, wo ein Tomsound schnell da und wieder weg sein soll und sich gegen verschiedene andere Sounds durchsetzen muss. Natürlich werden die Sounds auf der Bühne mit verschiedenen Soundprozessoren bearbeitet und kaum ein Instrument klingt so wie es wirklich klingt, wenn man eine CD einlegt, aber der Grundcharakter eines Drumsounds bleibt auch nach Bearbeitung einigermaßen erhalten.

Andere

Pinstripe Fell
Pinstripe Fell coated

Natürlich gibt es neben den Gattungen “Clear” und “Coated” noch weitere Arten von Fellen, die hier und da ein paar sinnvolle Features wie Dämpfungsringe etc. eingebaut haben. Unter anderem gehört auch das Remo Pinstripe Fell dazu, das es sowohl in “clear” als auch in “coated”zu kaufen gibt.
Auf dem Foto rechts kannst Du sehen, dass am Rand des Fells “Ringe” bzw. die Pinstripes eingebaut sind. Diese dämpfen den Sound des Fells und nehmen noch mehr Obertöne aus dem Drumsound heraus.
Diese Felle sind noch etwas teurer als die konventionellen “clear” und “coated” und meiner Meinung nach erziehlt man ähnliche Sounds durch den Einsatz von Gaffa Tape und anderen Dämpfungsmaterialien auf den oben beschriebenen Fellen. Trotzdem solltest Du einfach mal ein Pinstripe Fell ausprobieren, wenn Du die Möglichkeit dazu hast. Unter folgendem Link findest Du diverse Pinstripe Felle *.

Taschen und Cases

Wenn Du Dein Schlagzeug vernünftig zu einem Auftritt transportieren möchtest, dann sind gute Taschen und sogenannte Cases (Koffer) sehr sinnvoll.
Einerseits erleichtern Taschen und Cases durch praktische Griffe das Tragen von Schlagzeugteilen wie Hardware, Snare, Bassdrum, Toms und Becken und andererseits sorgt ein Case für den kompletten Rundum-Schutz Deines Schlagzeugs.

Soft Cases vs. Hardcases

Hardcase-Soft-Case-Schlagzeugtasche-Koffer
Softcase (links) vs. Hardcase

Wie so oft im Leben, hast Du auch bei der Auswahl Deiner Cases die Qual der Wahl. Du kannst Dich für weiche oder für harte Cases entscheiden. Natürlich liegt hier der Unterschied nicht nur im Schutz Deiner geliebten Trommeln, sondern auch im Preis. Wenn es für den Anfang nicht gleich zu einem Hardcase Set für Deine Drums reicht, dann würde ich zumindest versuchen, für die besonders empfindlichen Komponenten Deines Schlagzeugs, z.B. Becken, ein Hardcase zu kaufen. Diese Koffer aus Hartschalen-Plastik schützen bei Stößen und sogar bei leichten Stürzen und gehen selbst dabei nicht kaputt. Und noch wichtiger: Becken, Trommeln usw. bleiben unversehrt.
Unter folgendem Link findest Du Hardcases von der Firma “Hardcase” *.

Elektronisches Schlagzeug

Zum Thema elektronisches Schlagzeug ließe sich mindestens die gleiche Menge an Inhalt zusammentragen, wie ich ihn bereits bis hier veröffentlicht habe. Ich versuche mich an dieser Stelle also etwas knapper zu halten und stelle Euch einfach mal ein paar Konzepte von elektronischen Schlagzeugen vor.
1998 habe ich mein erstes elektronisches Schlagzeug gekauft. Es was ein Yamaha DTX und zum Zeitpunkt des Kaufs war es schon ca. 2 Jahre alt. Noch heute leistet es wunderbare Dienste und klingt natürlich noch wie damals und auch die Hardware ist weitestgehend in Ordnung. Dazu muss ich sagen, dass das Yamaha DTX mehrere Umzüge ertragen musste. Einer geschah in einer Box aus dünnem Metall per Schiff von Deutschland nach Gran Canaria und wieder zurück und trotzdem ging alles gut.

Aktuelle E-Drums

Aktuelle E-Drums unterscheiden sich kaum von denen, die man schon vor 10 oder sogar 15 Jahren kaufen konnte – zumindest die Umsetzung der Idee eines E-Drum Sets ist dieselbe geblieben.
Man nutzte Damals wie heute ein Drum-Pad aus robustem Kunstoff, das über ein Line Kabel an einen Drumcomputer angeschlossen wird und an dem Computer waren entweder Lautsprecher oder Kopfhörer angeschlossen, so dass man den (Drum-)Sound hören oder in eine DAW (Digital Audio Workstation) übertragen (aufnehmen) konnte.
In den aktuellen E-Drums sind natürlich Hitech-Chips und Prozessoren eingebaut, die es damals nicht gab. Von daher sind heute Funktionen und Features in E-Drums eingebaut, die es vor Jahren eben noch nicht geben konnte.
Selbst das Spielen auf sogenannten Mesh-Heads ist heutzutage möglich, was damals nicht ging. Meshheads sind Kunststoff-Felle, die auf der Snare und Toms mancher E-Drum-Modelle aufgespannt werden und sich fast genau so spielen lassen wie ein echtes Drumset. Selbst das Spielen mit Besen ist durch die Mesh-Heads und durch die Hitech-Drumcomputer möglich geworden.

Noten & Bücher für Schlagzeuger

Es gibt unzählige Schlagzeugbücher für Einsteiger, Fortgeschrittene und für Profis. Es ist nahezu unmöglich, alle zu kennen. Monatlich erscheinen neue Schlagzeugnoten von verschiedenen Drummern weltweit.
Auf Sticktricks.de erhältst Du einen Überblick auf Schlagzeugbücher, die Dich weiter bringen und Dir dabei helfen, Deine Technik und Dein gesamtes Schlagzeugspiel zu verbessern.
Auch kostenlose Noten habe ich für Dich zusammen gestellt. Du findest sie unter diesem Link.

Print Friendly, PDF & Email

8 Kommentare

  1. Hallo, tolle side! Von wo stammt der Name Tom (für dieToms) eigentlich ab? Besten Dank für die Info! GlG Pascal

    • Hi Pascal,

      vielen Dank für die Kommentar und für die Frage, die ich mir auch schon öfter gestellt habe.
      Jetzt hatte ich also Gelegenheit, nochmal nachzuschauen, woher der Begriff kommt.
      Was ich auf die Schnelle gefunden habe, ist das hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Tom-tom_drum

      Demnach kommt der Begriff aus dem Englischen und es wurden ursprünglich Kinder-Spielzeugtrommeln damit bezeichnet.

      Hoffe, das hilft ein bisschen weiter.

      Viele Grüße!
      Keno

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.